Mittwoch, 10. Juni 2009

Ende

Letztes Jahr im Mai war Dühnforts zweiter Fall "In weißer Stille" fertig. Danach wollte ich eine Pause machen und stapelweise Krimis lesen. Denn das klappt nur, wenn ich nicht gerade selbst an einem Manuskript arbeite und außerdem hatte ich keine Eile, Dühnfort neue Arbeit zu verschaffen. Sein zweiter Fall würde frühstens im Herbst 2009 erscheinen, der dritte also nicht vor Herbst 2010 bzw. Frühjahr 2011.

Eines Morgens saß ich beim Frühstück und blätterte in meinen Rechercheunterlagen für das gerade beendete Buch, las hier und dort etwas und dabei sprang mich das Thema für einen neuen Fall geradezu an.

Eigentlich wollte ich mich noch nicht damit beschäftigen, aber es arbeitete in mir. Ideen entstanden, einige Figuren schoben sich auf die Bühne und so ging das immer weiter, bis ich mich entschloss, die Ideen und Figuren zu notieren, um sie nicht wieder zu vergessen.

Ehe ich mich versah, war ich mittendrin im Plotten von Dühnforts drittem Fall. Als ich dann in einer kleinen Szene ausprobieren wollte, ob es mir gelingen würde aus der Perspektive einer Zwanzigjährigen zu schreiben war das der Dammbruch. Ich saß am Manuskript und letzten Freitagabend habe ich das magische Wort ENDE unter die Rohfassung geschrieben.

Nun muss der Text noch ein wenig abhängen und dann geht es ans Überarbeiten. Und dann?
Tja, was dann?

Dienstag, 2. Juni 2009

Das Wort des Tages: Outdoorwetter

Quelle: www.wetter.com

Outdoorwetter. Draußen-vor-der-Tür-Wetter. Zu unterscheiden von Indoorwetter.

Es folgt der Indoor-Wetterbericht für den 2.6.2009 für das Haus, in dem ich wohne:

Im Laufe des Tages ist mit leichten Niederschlägen in der Küche zu rechnen [Töpfe spüle ich von Hand] und mit einem arktischen Tief im Vorratskeller [muss dringend den Gefrierschrank abtauen]. Gegen Abend werden feuchte Luftmassen das Bad erreichen [dusche gerne lange und heiß] und nachts vom Dachflächenfenster abregnen [falls ich vergesse zu lüften].

Samstag, 30. Mai 2009

Neues Buch – neuer Look

So, nun ist es geschafft. Meine Website hat einen neuen Look und dort finden sich auch erste Informationen über Dühnforts zweiten Fall "In weißer Stille". Der Trailer ist noch  nicht ganz fertig. Ich hoffe aber, dass ich ihn nächste Woche auf die HP stellen kann. 

Das Gästebuch gibt es nicht mehr. Leider. Über die netten Einträge dort habe ich mich gefreut. Es wurde jedoch ständig mit Spams zugemüllt - und zwar richtig: im fünf-Minuten-Takt - und das vorgeschaltete Captcha hat meine Leser abgehalten Einträge zu machen. Deren nettes Feedback bekam ich dann direkt per Mail. Und darüber freue ich mich natürlich weiterhin.

Wer mal gucken will, der klickt am besten HIER


Dienstag, 26. Mai 2009

In weißer Stille

Für alle, die schon darauf warten: Nun ist Dühnforts nächster Fall in der Programm-Vorschau und damit ist es offiziell. "In weißer Stille" erscheint im Februar 2010.

Falls sich nun jemand fragt, ob die Jahreszeit zum Titel passt und das Buch deshalb im Februar erscheint: "In weißer Stille", spielt weder auf eine verschneite Winterlandschaft an noch auf einen koksenden Protagonisten. Der Titel ist eine Anlehnung an eine Textstelle aus Pierre Lotis Roman Die Islandfischer.

"Rund um Island herrschte das seltene Wetter, das die Seeleute die weiße Stille nennen; denn es rührte sich nichts in der Luft, als seien alle Winde erschöpft, erstorben."

Und diese weiße Stille ...
Nein, das verrate ich jetzt nicht.

Für alle, die gerne mehr Information wollen, wird es demnächst auf meiner Website (die dann auch einen neuen Lookk haben wird) eine Leseprobe geben und einige Wochen vor Erscheinen des Buches auch eine ausführliche Kostprobe auf vorablesen.de über die ich rechtzeitig informieren werden. Denn dort kann man das Buch auch vorab als Gratis-Leseexemplar bekommen.

Und worum geht es nun in Dühnforts neuem Fall? Infos gibt es hier?
Außerdem verrate ich Eines, da diese Frage schon oft gestellt wurde: Ja, Agnes spielt wieder eine Rolle.

Montag, 18. Mai 2009

Krimischauplätze, die auch eine Reise wert sind

Vor einigen Wochen erhielt ich die Anfrage, ob ich denn nicht über Krimischauplätze schreiben wollte, die auch eine Reise wert sind. Keine schlechte Idee, wie ich fand.

Normalerweise mache ich es umgekehrt. Ich reise irgendwo hin und habe natürlich meine Autorenphantasie mit im Gepäck, die von ganz alleine Ausschau nach kriminellen Möglichkeiten hält - glauben Sie mir: Das kann manchmal ganz schön nerven. Stehe ich an einer bretonische Steilküste, fragt meine Phantasie sofort, wer da wohl hinabgestoßen werden könnte und weshalb? In engen italienischen Gassen spielen sich Verfolgungen ab - mal als Jagden, mal als Anschleichen. Die Muscheln beim Italiener, könnte man da nicht ... Der Canal St. Martin in Paris mit seinen Schleusen ... und die Lagune von Venedig ... ganz zu schweigen von den düsteren Beichstühlen der Kirche in Lanloup ... Ungezählt sind die Möglichkeiten, die sich auf Flughäfen, in Bahnhöfen, in Zügen eröffnen.

Diesmal also umgekehrt. Welche Krimischauplätze wären mal eine Reise wert? Ich habe mein Bücherregal inspiziert und bin fündig geworden. Erstaunlicherweise hauptsächlich - bis auf eine Ausnahme - in Europa. Das liegt vermutlich daran, dass ich kaum noch amerikanische Krimis lese. Keine bewusste Entscheidung. Das hat sich in den letzten Jahren so ergeben.

Wer die Liste mit den zehn intressantesten Krimischauplätzen, die auch eine Reise wert sind, lesen will, klickt bitte: HIER

Montag, 11. Mai 2009

Criminale 2009

Wenn sich über 230 deutschsprachige Krimiautoren und Krimiautorinnen an einem Ort versammeln nennt sich das Criminale. Alle Jahre wieder. Jedes Jahr in einer anderen Stadt bzw. Region. Dieses Jahr war das Treffen grenzübergreifend organisiert und die Epizentren lagen in Singen und Schaffhausen [[und natürlich in der Hotel-Bar]]. Über 150 Lesungen und Veranstaltungen fanden zwischen Donnerstag und Sonntag letzter Woche statt. Und ich war endlich auch richtig mit dabei, nämlich als Autorin mit einer Lesung. (Im vergangenen Jahr, in Wien, war „Der Sünde Sold“ noch nicht erschienen.) Gemeinsaum mit Niklaus Schmid und Claudia Puhlfürst las ich in Steißlingen in der Herrentorkel.

Eine Torkel ist ein ca. 3 Tonnen schwerer Baumstamm, der früher verwendet wurde um beim Weinpressen auch noch die letzten Tropfen aus den Trauben zu quetschen. Heute machen das vermutlich Maschinen. Um diese Torkel herum, befindet sich ein historisches Fachwerkgebäude, das die Gemeinde Steißlingen vor einigen Jahren vor dem völligen Verfall rettete und in ein Begegnungszentrum umwandelte.

Eine wunderbare Atmosphäre für eine Lesung und auch die Technik stimmte. Ich hatte sogar die Wahl zwischen Headset und Standmikrophon, was mich angesichts von mehr als fünfzig Zuhörern beruhigte.

Nach der Vorstellung und Begrüßung durch den Bürgermeister ging es los. Zuerst las ich. Die Passagen aus „Der Sünde Sold“, die ich ausgewählt hatte, sind ruhig und unheimlich, und entsprechend still war es im Raum. Da gibt es nichts zu lachen. Das geschah wenig später, als Claudia Puhlfürst - zum Brüllen komisch - aus ihrem Roman „Rachegöttin“ las. Zum Schluss präsentierte Niklaus Schmid seinen Kurzkrimi Steißlingen, Texas aus der Anthologie Gefährliche Nachbarn, die eigens für die Criminale konzipiert und verlegt worden war.

Eine schöne und runde Mischung von Texten und ein gelungener Abend, das fanden unsere Gastgeber und Zuhörer ebenso wie wir drei Syndikatler.

Element, das

1. Stoff der [als Baustein für andere, zusammengesetzte Stoffe] in der Natur vorkommt ... sinnv. Grundstoff ... 2. Erscheinung der Natur, von gewaltiger, schwer zu bändigender Kraft ... sinnv. Naturgewalt ... 3. einzelner Bestandteil, Wesenszug (von etwas): die Elemente eines Baustils ... 4. Bereich, in dem jmd. gern und gut in Bezug auf sein Können und seine Interessen tätig ist ... 5. (Plural) Menschen, die wegen ihrer Verhaltens-, Lebensweise vom Sprecher als verachtenswert, verabscheuungswürdig angesehen werden ...

So steht es im Duden, Band 10, Bedeutungswörterbuch.
Hier eine Anregung an die Dudenredaktion für eine Ergänzung: 6. Schrankerssatzmöbelstück [unzureichend] in Holiday-Inn-Express-Hotels.

Dieses Möbel besteht aus einem offenen Regal mit Kleiderstange. Kann man diese 25 cm eigentlich noch so nennen? Wohl eher Kleiderstängelchen? Und darauf sollen Hemden, Blusen, schickes Outfit für den Tango Criminale für meinen Mann und mich passen?

Die nahe liegende Frage an die Hotelmanagerin: Könnte ich bitte ein Zimmer mit Schrank haben? Die verblüffende Antwort: Haben wir leider nicht. In allen Zimmern gibt es nur das Element.
Das Element?
Das Element. So nennt sich dieser Nichtschrank.

PS: Woher die Redewendung, schmal wie ein Handtuch, kommt, verstehe ich übrigens neuerdings auch.